Mein persönlicher Camino

Freitag, 28. Dezember 2007
Bald wird es soweit sein.
Der Flug für den 17.Mai 2008 ist gebucht, Frankfurt - Biarritz. Weiter gehts mit dem Bus nach Bayonne und von dort aus mit dem Zug ins kleine französische Städtchen
St. Jean Pied de Port am Rande der Pyrenäen.
Von dort werde ich zu Fuß über die Pyrenäen ca.800 km (nein, kein Schreibfehler, in Worten "achthundert") nach Santiago de Compostella laufen.
In Schritten sind es 1,2 Mio. !!! Ich freu mich wie Bolle!!!
Wenn die Zeit reicht, möchte ich dann auch noch bis zum Cap Finisterre - zum Ende der Alten Welt. Weitere 100 km - notfalls per Bus, da der der Rückflug zum 25.06. von Santiago - Dortmund mit Air
Berlin bereits gebucht ist.
Unglaublich!!! Aus einem jahrelangen Wunschtraum wird langsam, aber ganz sicher Realität - eine Realität in Form von Trekkingrucksack, Regencape, Wanderstiefeln, Schlafsack etc.
Für die einen kaum vorstellbar, bis zu total verrückt. Für die anderen äußerst mutig, toll und machbar. Viele Meinungen habe ich dazu gehört. Danke, denen, die mich unterstützen, motivieren und an
mich und mein Durchhaltevermögen glauben.
Bei meiner "besseren Hälfte" möchte ich mich bedanken, weil er mich sein lässt, wie ich bin und weil er mich gehen lässt. Der meine Wünsche mehr oder weniger verständnisvoll unterstützt, wo er kann
und der mich während meiner 5 1/2 wöchigen Abwesenheit ersetzen möchte.
Gleichzeitig schon auch mal ein riesiges Dankeschön an meine Tochter, die ihm bestimmt zeigen wird, wie es funktioniert :-))
Die Entstehung meines Vorhabens habe ich Shirley MacLaine zu verdanken, die 1994 den Jakobsweg pilgerte. Ihr Buch, welches ich 2001 las, ließ mich nicht mehr los!
Mein Traum war geboren: Ich werde auch den Jakobsweg gehen! Irgenwann, wenn die Kinder groß sind.......
So, und nun ist es vollbracht! Es ist so weit! Ich kann gehen!
Richtig gut aussehende italienisch-deutsche pubertierende Nachkommen von fast 18 und 15 Jahren auf 1,84m und 1,60m Länge verteilt . Na ja, der arme Papa ist ja auch noch da.
Diego, unser Hund, muß leider zu Hause bleiben. Hunde sind in Spanien nicht erwünscht, weder in Bars noch in Herbergen! Schade, wir hätten bestimmt viel Spaß.
Also, dann: Jakobsweg, ich komme!
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Das Beste ist die tiefe Stille,
in der ich gegen die Welt lebe
und wachse und gewinne,
was sie mir mit Feuer und Schwert
nicht nehmen können.
Johann Wolfgang von Goethe

sss
